Risikolebensversicherung Arten

Risikolebensversicherungen dienen ausschließlich der Absicherung im Todesfall. In der Regel werden sie für eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Abhängig von der Laufzeit des Versicherungsvertrages und dem Eintrittsalter des Versicherungsnehmers errechnen sich die zulässigen Versicherungsprämien. Allerdings ist das späteste Eintrittsalter bei einer Risikolebensversicherung auf 60 bis 74 Jahre beschränkt. Diese Grenzen variieren jedoch von Anbieter zu Anbieter.

Zudem gibt es drei unterschiedliche Arten von Risikolebensversicherungen: die klassische Risikolebensversicherung, die fallende Risikolebensversicherung (Restschuldversicherung) und die verbundene Risikolebensversicherung. Doch für alle Formen der Risikolebensversicherungen gilt, dass sie nicht als Kapitalanlage oder Altersvorsorge geeignet sind. Eine Risikolebensversicherung dient einzig und allein der Absicherung im Todesfall und wird im Erlebensfall nicht ausgezahlt. Die eingezahlten Beiträge kommen also immer nur den Erben, also der Familie des Versicherungsnehmers, im Todesfall zugute.

Vor allem für junge Familien, bei denen nur ein Partner als Alleinverdiener arbeitet, oder für Alleinerziehende ist die klassische Risikolebensversicherung empfehlenswert. Hierbei handelt es sich um einen Einzelvertrag für nur eine versicherte Person, bei dem die Versicherungssumme über die Vertragslaufzeit erhalten bleibt. Im Todesfall wird die Versicherungssumme an einen im Vertrag festgeschriebenen Begünstigten, meist der Ehepartner, ausgezahlt.

Wenn hingegen zwei Personen mit einer einzigen Police abgesichert werden sollen, so bietet sich die verbundene Risikolebensversicherung an. Sollte der Todesfall eines Versicherten eintreten, so kommt die vereinbarte Versicherungssumme dem überlebenden Versicherungsnehmer zugute. Allerdings wird die Versicherungssumme nur einmalig ausgezahlt. Stirbt der zweite Vertragspartner später, so wird keine weitere Versicherungsleistung fällig. In der Regel sind verbundene Risikolebensversicherungen preislich günstiger als zwei Einzelverträge abzuschließen und werden von Ehepartnern, Lebensgemeinschaften oder auch Geschäftspartnern für eine gegenseitige Absicherung gewählt.

Die fallende Risikolebensversicherung beinhaltet eine Absenkung der Versicherungssumme innerhalb der Laufzeit. Diese Versicherungsform wird in der Regel als Absicherung für die Tilgung einer Restschuld sprich Kredites verwandt. Die Versicherungssumme passt sich also immer der noch bestehenden Restschuld an, so dass im Versicherungsfall die aus dem Tilgungsverlauf der Finanzierung noch ausstehende Restschuld beglichen werden kann. Viele Banken bestehen auf einer solchen Absicherung, damit im Falle einer Tragödie der Kredit zurückgezahlt werden kann und die Nachkommen nicht belastet werden.

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