Sep 01 2011

Risikolebensversicherung vs. Sterbegeldversicherung

Welche Versicherungsform eignet sich besser für die Bestattungsvorsorge? Welche Vor- und Nachteile sind jeweils zu berücksichtigen?

Spätestens seit der Abschaffung des Sterbegelds der gesetzlichen Krankenkassen im Jahre 2004 ist die Absicherung einer würdevollen Bestattung in den Blickpunkt weiter Bevölkerungskreise gelangt. Entgegen häufig anzutreffender Fehlmeinung sind beide Versicherungsarten grundsätzlich verschieden, und zwar sowohl mit Blick auf Leistungen und Bedingungen als auch auf die Beiträge. Vor einem Fazit gilt es, die Unterschiede anhand von Beispielen herauszustellen.

Besonderheiten der Risikolebensversicherung

Das Gros der Gesellschaften bietet eine Risikolebensversicherung erst ab einer Todesfallsumme von 25.000 Euro an, im Allgemeinen zu hoch für die Absicherung einer konventionellen Bestattung, deren durchschnittliche Kosten man zur Zeit auf 6.000 Euro veranschlagen kann. Einige Versicherer offerieren Risikolebensversicherungen bereits ab einer Versicherungssumme von 5.000 Euro, wie zum Beispiel die SIGNAL IDUNA. Die Beiträge sind generell niedriger als bei einer Sterbegeldversicherung, jedoch sind vor Abschluss einer Risikolebensversicherung unabhängig von der Höhe der Todesfallsumme Gesundheitsfragen zu beantworten. Kapital wird nicht angespart. Wartezeiten für den Leistungsfall sind grundsätzlich nicht vorgesehen. Der Versicherungsschutz ist auf ein Endalter, normalerweise das 75. Lebensjahr, begrenzt.

Eigenarten der Sterbegeldversicherung

Die meisten Anbieter von Sterbegeldversicherungen sind mit Todesfallsummen von mindestens 2.500 Euro und höchstens 12.500 Euro am Markt. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Einige Versicherungsgesellschaften, wie beispielsweise die IDEAL Versicherung, ermöglichen einen Abschluss mit einer Versicherungssumme von 1.500 Euro bis 20.000 Euro. Gesundheitsfragen werden nicht gestellt. Der volle Versicherungsschutz setzt erst nach einer Wartezeit von üblicherweise 3 Jahren ein, davor werden im Todesfall nur die Beiträge gestaffelt zurückerstattet. Der Versicherungsschutz gilt lebenslang.

Resümee

Die Beiträge für eine Sterbegeldversicherung sind wegen der fehlenden Gesundheitsprüfung höher als bei einer Risikolebensversicherung. Der kapitalbildende Sparanteil an den Beiträgen zu Sterbegeldversicherungen ist sehr niedrig, der Löwenanteil geht in den Risikoschutz. Bei Vorliegen gesundheitlicher Ausschlusskriterien werden Interessenten den Abschluss einer Sterbegeldversicherung erwägen. Sie sollten jedoch die Wartezeiten und die Beiträge der Anbieter vergleichen. Für gesunde Personen, egal welchen Alters, ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung, eventuell mit fallender Versicherungssumme, vorzuziehen.

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