Aug 20 2013

Risikolebensversicherung: Unverheiratete müssen auf Vertragsgestaltung achten

Beim Abschluss der Risikolebensversicherung machen viele unverheiratete Paare einen folgenschweren, weil kostspieligen Fehler. Dieser führt dazu, dass im Versicherungsfall Erbschaftssteuer bezahlt werden muss. Um dieses Problem zu vermeiden, empfehlen sich „Über-Kreuz-Versicherungen“ – bei hohen Summen gilt dies auch für verheiratete Pärchen.

Versicherungsnehmer und versicherte Person dürfen nicht identisch sein

Der Ausdruck „Über-Kreuz-Versicherung“ beschreibt, dass versicherte Person und Versicherungsnehmer nicht identisch sind. Als Beispiel: Eine Frau ist Versicherungsnehmerin und ihr Partner ist die versicherte Person. Im Versicherungsfall – der Partner verstirbt – erhält sie also automatisch die Versicherungssumme. Wäre die Versicherung nicht „Über-Kreuz“ abgeschlossen, würde das Geld an die bezugsberechtigten Hinterbliebenen des Mannes fließen.

Nur 20.000 Euro Freibetrag bei der Erbschaftssteuer

Dies würde sich insbesondere bei Paaren rächen, die nicht verheiratet sind. Denn in diesem Fall gilt das Geld der Versicherung als Erbe. Der Freibetrag liegt allerdings dann nur bei 20.000 Euro. Würde die Versicherungssumme beispielsweise 100.000 Euro betragen, müssten demnach 80.000 Euro versteuert werden.

Wegen der Erbschaftssteuer sollten auch verheiratete Paare die „Über-Kreuz-Versicherung“ wählen, wenn der Versicherungsbeitrag bei ihnen sehr hoch ist. Der Freibetrag von Eheleuten liegt bei 500.000 Euro. Kinder haben einen Freibetrag von 400.000 Euro und Enkelkinder von 200.000 Euro. Diese Summen reichen allerdings in der Regel aus, um eine Steuerbelastung zu vermeiden. Zu Bedenken ist allerdings, dass die Versicherungssumme dabei mit dem sonstigen Erbe addiert wird.

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