Jul 24 2012

Risikolebensversicherung: Überschussanteile unter Druck

Nicht nur Kapitallebensversicherungen und Riester-Produkte leiden unter sinkenden Renditen. Auch Risikolebensversicherungen haben einen Rückgang der Überschussanteile zu gewärtigen. Woran liegt das? Worauf sollten Interessenten achten?

Nicht mehr sichere Staatsanleihen

Lebensversicherer haben ihre Kundengelder sicher anzulegen, risikoreiche Investitionen sind tabu. Die als sicher geltenden deutschen Bundesanleihen werden bei zehnjähriger Laufzeit aktuell jedoch nur noch mit 1,2 Prozent p. a. verzinst. Inzwischen ist der von einem Treuhänder ermittelte und vorgeschriebene Garantiezins ab 2012 auf 1,75 Prozent gesenkt worden. Es ist absehbar, dass die Renditen der Versicherungsgesellschaften im Jahre 2013 einbrechen werden, mit negativen Folgen auch für die jährlich mit dem Tarifbeitrag verrechneten Überschussanteile bei Risikolebensversicherungen.

Interessenten sollten auf Tarifbeitrag achten!

Will man online Beiträge und Leistungen vergleichen, so empfiehlt sich stets die Gegenüberstellung von Tarifbeitrag und Zahlbeitrag, der nach Abzug der regelmäßig erwirtschafteten Überschussanteile ausgewiesen wird. So zahlt ein 30jähriger Nichtraucher bei der günstigsten Versicherung für eine gleichbleibende Todesfallsumme von 100.000 Euro und eine Laufzeit von 20 Jahren einen Tarifbeitrag von 153 Euro jährlich und einen Beitrag nach Abzug von Überschussanteilen in Höhe von lediglich 67 Euro (Stand: Ende Juli 2012). Ob die Überschussanteile von mehr als 50 Prozent des Tarifbeitrags in den kommenden Jahren durchgehalten werden können, ist fraglich. Für den Tarif Eagle Star basic von Zurich Life zahlt derselbe Interessent für die gleichen Leistungen gut 90 Euro jährlich, und zwar als Tarif- und Zahlbeitrag gleichermaßen. Es lohnt sich, beide Beitragsarten zu vergleichen und darauf zu achten, dass sie nicht zu sehr auseinander klaffen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Klicken Sie auf die Sterne, um Ihre Bewertung abzugeben
Loading...Loading...

Aktuell wird auch gelesen: