Okt 05 2011

Risikolebensversicherung – ein Muss für Existenzgründer!

Existenzgründer, die aus der gesetzlichen Rentenversicherung ausgeschieden sind und für ihr Alter privat vorsorgen wollen, sollten parallel zur Altersvorsorge auch die Hinterbliebenenabsicherung ins Auge fassen. Denn im Ernstfall entfallen für ihre Familienmitglieder die gesetzlichen Witwen- und Waisenrenten. Zur Todesfallabsicherung bietet sich die Risikolebensversicherung als preiswerte Möglichkeit an. Zwei Fragen interessieren den Existenzgründer besonders: Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein? Mit welchen Beiträgen muss ich rechnen? Wenngleich jeder Gründer individuell zu betrachten ist, gibt es doch Faustregeln, nach denen man vorgehen kann.

Höhe und Dauer der Versicherung

Für Dienstleister, wie etwa Steuerberater und Rechtsanwälte, empfiehlt sich eine Mindestversicherungssumme der doppelten Jahreseinkünfte nach Abzug der Gehälter für Angestellte. Betragen die Jahreseinkünfte nach dieser Definition voraussichtlich 100.000 Euro, betrüge die Todesfallsumme mindestens 200.000 Euro. Im Todesfall würde dieser Betrag bei einer Verrentung mit 20jähriger Laufzeit und 2,5 % effektiver Verzinsung eine monatliche Rente für den hinterbliebenen Ehepartner von ca. 1.057 Euro erbringen. Falls auch Kinder abzusichern sind, ist die Versicherungssumme auf das Dreifache anzusetzen. Die Zahlen zeigen, dass eine auskömmliche Hinterbliebenenabsicherung nicht zu niedrig veranschlagt werden sollte. Für Produzenten von Gütern und Handelsunternehmen kommt statt der Jahreseinkünfte der Unternehmerlohn in Betracht, hilfsweise der kalkulatorische Unternehmerlohn aus der Kostenrechnung.

Beiträge für eine Risikolebensversicherung

Ein 28jähriger Steuerberater (Nichtraucher) zahlt für eine Risikolebensversicherung mit 200.000 Euro Todesfallsumme und 20jähriger Laufzeit eine Jahresprämie von 54 Euro beim derzeit günstigsten Anbieter. Wer als Existenzgründer in den ersten Jahren sparen will und die erforderliche Laufzeit noch nicht überblickt, sollte eine Risikolebensversicherung mit einjährig kalkulierten Prämien abschließen. Er kann die Versicherungslaufzeit möglichst lang festlegen, da er später problemlos kurzfristig aus dem Vertrag herauskommt. Die Versicherungsbeiträge sind in den ersten Jahren sehr niedrig, da die Prämie nur für ein Jahr kalkuliert wird. Demgegenüber nehmen die Versicherungsgesellschaften bei den herkömmlichen Risikolebensversicherungen mit konstanten Beiträgen eine Mischkalkulation vor.

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