Jun 26 2012

Risikolebensversicherung: Bruttobeitrag versus Zahlbeitrag

Interessenten orientieren sich bei Vergleichen von Risikolebensversicherungen gerne am Zahlbeitrag, weniger am höheren Bruttobeitrag, auch Tarifbeitrag genannt. Welcher Trend ist angesichts niedriger gesetzlicher Mindestverzinsung von derzeit 1,75 Prozent zu erwarten? 

Versicherungssumme und Bruttobeitrag

Todesfallsumme, Versicherungslaufzeit sowie diverse biometrische Daten der versicherten Person bestimmen den Bruttobeitrag. Die meisten Kunden wünschen eine beitragsreduzierende Verrechnung der jährlichen Überschüsse, selten eine Ansammlung der nicht garantierten Gewinnbeteiligungen zwecks Erhöhung der Todesfallsumme. Doch worauf muss man vor Abschluss einer Risikolebensversicherung achten, wenn die Anlage von Versicherungsbeiträgen in Bundesanleihen aktuell nicht einmal 1 Prozent jährliche Rendite bringt?

Große Unterschiede bei den Zahlbeiträgen

Selbst im Jahre 2012 bieten einige Versicherungsgesellschaften mehr Überschussanteile als im Vorjahr. Dies liegt in erster Linie an Kosteneinsparungen. Die Unterschiede zwischen Tarif- und Zahlbeiträgen sind gewaltig: Sie reichen von Null (Zurich Life) bis ca. 150 Prozent (Dialog). Es reicht nicht, sich bei Vergleichen nur an den Zahlbeiträgen zu orientieren.

Fazit

Einige Online Rechner weisen bei Risikolebensversicherungen lediglich den Zahlbeitrag aus. Wer sicher gehen möchte, sollte jedoch auch die Bruttobeiträge aus der Vergangenheit vergleichen. Da die Gewinne/Überschüsse nicht garantiert werden können, erscheint es ratsam, die Ertragssituation der in Frage kommenden Versicherungsgesellschaften zu recherchieren. Es gibt auch kleinere konzernunabhängige Gesellschaften mit langjähriger sehr guter Ertragslage. Im Zweifelsfall sollte man sich bei den Beitragsvergleichen lieber nach den garantierten Bruttobeiträgen richten.

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