Jun 27 2011

Risikolebensversicherung als Zusatzbaustein zur Basisrente

Die Hinterbliebenenvorsorge ist bei der Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, als ergänzende Absicherung möglich. Zu beachten ist hierbei, dass maximal 49 Prozent des gesamten Beitrags für den Zusatzbaustein eingesetzt werden dürfen.

Grundgedanke der Basisrente

Grundlage der Basisrente ist das Alterseinkünftegesetz, das die Rentenbesteuerung regelt. Die hinter dem Gesetz stehende Idee ist der Wunsch des Gesetzgebers, das umlagefinanzierte gesetzliche Rentensystem schrittweise durch eine kapitalgedeckte Rente zu entlasten. Die steuerlich geförderte Basisrente orientiert sich an den Regelungen in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dies bedeutet, dass sie nur als lebenslange monatliche Rente ausgezahlt wird. Die Leistung in Form einer einmaligen Kapitalzahlung ist nicht möglich. Ebenso wie die gesetzliche Rente ist die Basisrente nicht veräußerbar, übertragbar, beleihbar oder vererbbar. Gerade die mangelnde Vererbbarkeit lässt bei vielen Interessenten die Überlegung aufkommen, eine ergänzende Hinterbliebenenabsicherung in der Ansparphase und nach Rentenbeginn abzuschließen.

Vor- und Nachteile einer Risikolebensversicherung als Zusatzbaustein

Da sich die Basisrente eng an die Regelungen in der gesetzlichen Rentenversicherung anlehnt, ist sie auch bezüglich des frühestmöglichen Rentenbeginns an die gesetzlichen Vorgaben gekoppelt. Die Risikolebensversicherung als Zusatzbaustein kann, muss aber nicht an den Rentenbeginn gebunden sein. Sie kann auch früher enden. Ein Vertragsende nach Rentenbeginn ist allerdings nicht möglich. Einige große Versicherungskonzerne, wie zum Beispiel SIGNAL IDUNA, bieten alternativ eine ‚abgespeckte‘ Hinterbliebenenabsicherung. So sollen Ehepartner im Todesfall der versicherten Person eine lebenslange garantierte Rente aus dem angesammelten Guthaben erhalten. Auch Kinder können bei dieser Variante der Risikolebensversicherung bis zum vereinbarten Endalter, etwa dem 18. Lebensjahr, mitversichert werden. Vorteil der kleinen Hinterbliebenenvorsorge ist, dass bei Antragstellung nur wenige Gesundheitsfragen gestellt werden. Nachteilig wirkt die Bedingung, dass eine angehängte Risikolebensversicherung maximal in Höhe der kompletten, hochgerechneten Beitragssumme abgeschlossen werden darf.

Fazit: Wer seine Familie für den eigenen Todesfall angemessen absichern will, ist mit einer separat abgeschlossenen Risikolebensversicherung sicherlich besser beraten. Insbesondere für die Fälle einer gewünschten Kapitalleistung sowie einer Versicherungssumme, für die Beiträge oberhalb von 49 Prozent des Beitrags für die Basisrente zahlbar sind, ist eine Risikolebensversicherung als Zusatzbaustein nicht geeignet. Wer aber seinen Angehörigen im Ernstfall lediglich eine Art ‚Beitragsrückgewähr‘ zukommen lassen möchte, hat mit einer Risikolebensversicherung als angehängte Versicherung hinreichende Möglichkeiten.

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