Sep 17 2013

Kurzzeit-Risikolebensversicherung via App: Sinnvoll oder kritisch?

In der Versicherungswelt beginnt sich ein neuer Trend durchzusetzen, der auch den Bereich der Risikolebensversicherungen erfasst hat: Nur sehr kurze laufende Versicherungen können via App gebucht werden. Viele Menschen greifen aufgrund der Einfachheit zu – und machen damit nach der Ansicht vieler Verbraucherschützer einen Fehler.

Einfache Bezahlung lockt viele Kunden

Die Risikolebensversicherungen, die via App gebucht werden, haben meist nur eine Laufzeit von 48 Stunden bis zu einer Woche. In seltenen Fällen kann man sie auch für einen Monat buchen. Bezahlt werden die Policen entweder über die Handyrechnung oder über die Bezahlart, die der Handyinhaber für sonstige kostenpflichtigen Apps hinterlegt hat – also beispielsweise per Kreditkarte oder PayPal. Der Schutz greift ab dem Moment, ab dem die Police als bezahlt markiert wurde. Diese Einfachheit ist es, die immer mehr Menschen vom Versicherungsschutz über das Smartphone oder das Tablet überzeugt.

Verbraucherschützer sehen den Trend kritisch

Wenig begeistert von dieser Variante, eine Versicherung – und insbesondere eine Risikolebensversicherungen – abzuschließen, sind allerdings Verbraucherschützer. Diese führen dafür vor allem zwei Gründe ins Feld: Erst einmal seien die Versicherungen via App deutlich zu teuer. Sie wirkten zwar aufgrund der kurzen Zeiträume sehr günstig, rechne man den Preis aber auf ein Jahr hoch, seien sie deutlich kostspieliger als konventionell abgeschlossene Versicherungen. Zum anderen hätten zu wenig Menschen tatsächlich den Nerv, die Versicherungsbedingungen komplett auf dem kleinen Bildschirm eines Smartphones oder Tablets zu lesen. Viele Versicherte hätten deshalb eine Police abgeschlossen, von der sie den Inhalt gar nicht genau kennen würden.

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