Mai 30 2011

Kostenverringerung bei der Risikolebensversicherung

Möglichkeiten zur Kostenverringerung bei einer Risikolebensversicherung. Bei Zahlungsproblemen hat der Versicherungsnehmer mehrere Möglichkeiten, seine Kosten für eine laufende Risikolebensversicherung zu reduzieren. Er sollte anhand seiner konkreten Lebenssituation abwägen, für welche Mittel und Wege er sich entscheidet.

Die schlechteste Lösung ist die Kündigung der Versicherung. Denn wer sich später wieder versichern möchte, muss aufgrund des höheren Einstiegsalters mehr Beitrag zahlen als vor der Kündigung. Auch das Risiko von künftigen beitragserhöhenden Gesundheitsproblemen ist zu bedenken. Generell kann man eine Risikolebensversicherung zum Ende des Versicherungsjahres kündigen. Bei monatlicher, vierteljährlicher oder halbjährlicher Zahlungsweise ist die Versicherung mit einmonatiger Kündigungsfrist zum nächsten Beitragszahlungstermin kündbar.

Viele Kunden kommen eher mit monatlichen Raten zurecht als mit einer relativ hohen Jahresprämie. Deshalb kann es für diese Versicherungsnehmer psychologisch hilfreich sein, den Vertrag von einem Jahresbeitrag auf kleinere Monatsraten umzustellen. Dies ist leicht möglich, wenn auch teurer: Für unterjährige Zahlungsweisen verlangen die Versicherungsgesellschaften Zuschläge.

Die Beitragsstundung sorgt für einen befristeten Aufschub der vertraglich vereinbarten Zahlungen. Üblich sind Stundungen für sechs Monate. In besonderen Fällen, wie beispielsweise Krankheit oder Arbeitslosigkeit, wir jedoch gemeinhin ein Zahlungsaufschub bis zu zwölf Monaten gewährt. Nach dieser Aufschubdauer muss der Versicherungsnehmer die Beiträge nachzahlen.

Hat der Versicherungsnehmer eine dynamische Erhöhung der Beiträge und Leistungen vereinbart, so kann er während der Laufzeit der Risikolebensversicherung dynamischen Erhöhungen widersprechen. Beitrag und Versicherungssumme bleiben auf der zuletzt erreichten Höhe. Doch Vorsicht: Wird die Dynamisierung zweimal hintereinander ausgesetzt, so geht nach dem dritten Widerspruch in Folge das Recht verloren, die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung anheben zu lassen. Gleiches gilt für eine Herabsetzung der Versicherungssumme, um die Beiträge zu reduzieren.

Wer bei Vertragsabschluss die kostenlose Erhöhung der Todesfallsumme für die von der Versicherungsgesellschaft erwirtschafteten Überschüsse gewählt hat, kann seine Beiträge reduzieren, indem er die Überschussanteile mit den laufenden Beiträgen verrechnen lässt. Der Todesfallbonus geht dann allerdings verloren.

Fazit: Die meisten Risikolebensversicherungen sind auch in schwierigen Situationen flexibel zu gestalten. Sie können leicht an vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten angepasst werden. Es gibt fast immer hilfreiche Alternativen zur Kündigung der Risikolebensversicherung.

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