Mai 25 2011

Die Risikolebensversicherung als Ergänzung zur gesetzlichen Hinterbliebenenvorsorge

Sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Hinterbliebenenvorsorge: Die private Risikolebensversicherung. Die gesetzlichen Witwen- und Waisenrenten reichen bei weitem nicht aus, den Lebensstandard nach dem Tod des Haupternährers aufrecht zu erhalten. In welcher Höhe eine Risikolebensversicherung erforderlich ist, um die Versorgungslücke zu schließen, lässt sich am besten an einem Rechenbeispiel darstellen.

Gesetzliche Regelung

Die große Witwenrente aus der Deutschen Rentenversicherung beläuft sich auf etwa 55 Prozent der zum Todestag berechneten Rente wegen voller Erwerbsminderung des Verstorbenen. Diese rechnerische Erwerbsminderungsrente beträgt ca. 30 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Eine Halbwaisenrente macht bestenfalls 5 Prozent des letzten Bruttoeinkommens aus. Aus Vereinfachungsgründen wird in dem folgenden Rechenexempel auf die noch bestehenden Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern verzichtet. Außerdem gilt die Prämisse ‚große Witwenrente‘. Diese wird gezahlt, wenn der verstorbene Ehepartner die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt und der hinterbliebene Partner nach aktuellem Recht das 45. Lebensjahr vollendet oder ein minderjähriges waisenrentenberechtigtes Kind zu erziehen hat oder erwerbsgemindert ist.

Beispiel für eine ergänzende Hinterbliebenenvorsorge

Der Verstorbene hatte zum Todeszeitpunkt ein monatliches Bruttogehalt von 2.500 Euro, netto 1.500 Euro. Die errechnete volle Erwerbsminderungsrente beträgt 750 Euro. Die große Witwenrente beläuft sich auf rund 410 Euro. Unterstellt, dass das eigene Einkommen des hinterbliebenen Partners innerhalb des Freibetrages liegt und für das Kind monatlich 110 Euro zusätzlich zum Kindergeld und zur Halbwaisenrente abgesichert werden sollen, so errechnet sich eine Versorgungslücke von 1.200 Euro monatlich. Bei einem Zinssatz von 4 Prozent und einer Laufzeit von 20 Jahren müsste eine Risikolebensversicherung über 200.000 Euro Todesfallsumme abgeschlossen werden, um eine Rente von 1.200 Euro (mit Kapitalverzehr) zu erhalten. Im Internet stehen Rechner zur Verfügung, die nach Eingabe der zur Verfügung stehenden Daten das gewünschte Ergebnis – hier das zur Verrentung erforderliche Kapital – liefern.

Kosten einer ergänzenden Hinterbliebenenvorsorge

Für einen 35jährigen Nichtraucher beträgt der monatliche Beitrag für eine Risikolebensversicherung mit einer Todesfallsumme von 200.000 Euro und einer Zahldauer von 20 Jahren etwa 15 Euro netto, das heißt abzüglich Überschussanteil. Der online-Rechner mit seinem anwenderfreundlichen Eingabemodus bietet die Möglichkeit, mit veränderlichen Daten die Beiträge der verschiedenen Anbieter zu vergleichen.

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